Der m3-Beiwagen 5376

Der Beiwagen 5376 wurde von der Grazer Waggonfabrik erbaut, am 11. Jänner 1929 an die Gemeinde Wien – Städtische Straßenbahnen abgeliefert und gehörte der 200 Einheiten umfassenden Type m3 an. Die ersten Einsätze erfolgten ab 14. Jänner 1929 beim Betriebsbahnhof Ottakring.

Das Bild zeigt den m3 5376 im stilreinen Dreiwagenzug mit dem m3 5312 und dem M 4149. Gut erkennbar sind die Unterschiede in der Ausführung der beiden Beiwagen: Lüfterbauart, Dachbespannung und – lackierung, Innenverkleidung (Foto: Christian Peschl, 10.10.2010, Bahnhof Rudolfsheim).

Das Bild zeigt den m3 5376 im stilreinen Dreiwagenzug mit dem m3 5312 und dem M 4149. Gut erkennbar sind die Unterschiede in der Ausführung der beiden Beiwagen: Lüfterbauart, Dachbespannung und – lackierung, Innenverkleidung (Foto: Christian Peschl, 10.10.2010, Bahnhof Rudolfsheim).

Im Zuge seines langen Daseins erfuhr er diverse Umbauten und Modernisierungsmaßnahmen von denen hier nur die Wichtigsten genannt seien:

Juli 1938 Umbau der Dachglocken für Rechtsfahrordnung
August 1955 Ersatz der Brems- und Lichtsteckdosen durch 10-polige ELIN-Dosen und Ersatz der Dachschlussleuchten gegen Schlussleuchten an der Brustwand
September 1955 Einbau von 4 Frischstromheizkörpern
Dezember 1955 Einbau einer Schienenbremseinrichtung
April 1961 Ersatz der Verglasung quer zur Fahrtrichtung durch Sicherheitsglas
Jänner 1970
Große Kastenausbesserung
Umbau der Innenraumverkleidung auf Maxplatten und
Umbau der Innenbeleuchtung auf Leuchtstoffröhren
Ersatz der Flettner-Dachlüfter durch Stabeg-Lüfter

Als unmittelbare Folge von Wagenfreisetzungen im Zuge der Inbetriebnahme der U-Bahnlinie U1 endete der Einsatz im Planverkehr am 23. Februar 1978 beim Betriebsbahnhof Floridsdorf auf der Einschublinie 231. Mit 19. Jänner 1979 wurde die Ausmusterung aus dem Wagenpark der WStW-VB verfügt. Der Kauf durch den VEF und die Eingliederung in dessen historische Fahrzeugsammlung erfolgte im Jänner 1979. Die Wiederinbetriebnahme für den Verkehr in Sonderzügen konnte nach einer vorangegangenen gründlichen Revision im Februar 1979 vorgenommen werden. Anfang 1992 wurde der Wagen einer Generalüberholung und einer Neulackierung unterzogen und präsentiert sich seitdem nicht nur technisch, sondern auch wieder optisch in einem ausgezeichneten Zustand.

Der Innenraum des m3-Beiwagens 5376 im Juni 2017 (Foto: Christian Peschl). Im Gegensatz zum 5235 verfügt der 5376 noch über das unverkleidete Holzdach.

Der Innenraum des m3-Beiwagens 5376 im Juni 2017 (Foto: Christian Peschl). Im Gegensatz zum 5235 verfügt der 5376 noch über das unverkleidete Holzdach.

Im derzeitigen Erscheinungsbild des Linieneinsatzes zwischen 1970 und 1978 weist das Fahrzeug folgende Kenndaten auf:

Höchstgeschwindigkeit 40 km/h
Gesamtlänge 11.400 mm
Fahrzeugbreite 2.240 mm
Achsstand 3.400 mm
Eigengewicht 8.500 kg
Sitzplätze 24
Stehplätze 44
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